Leitfaden
Peppol-ID, EndpointID und Käuferreferenz unterscheiden
Peppol-Adresse, schemeID und Käuferreferenz unterscheiden: Routingfehler vermeiden und Rechnungen für die Verarbeitung beim Empfänger vorbereiten.
Eine Nummer im falschen Feld kann eine formal lesbare, für den Empfänger aber unbrauchbare Rechnung ergeben. Im Peppol-Austausch erfüllen elektronische Adresse, Steuerkennung und Käuferreferenz unterschiedliche Aufgaben. Fordern Sie Rechnungsangaben mit eindeutigen Feldbezeichnungen an, statt eine unbeschriftete Liste von Nummern zu übernehmen.
Adresse und Schema gehören zusammen
Das UBL-Element EndpointID enthält die elektronische Adresse; das Attribut schemeID bezeichnet ihr Identifikationsschema. Interpretieren Sie beide gemeinsam. Leiten Sie keinen Präfix aus dem Land ab und entfernen Sie keine führende Null durch Umwandlung der Kennung in eine Zahl. Maßgeblich ist die zum Profil passende amtliche Codeliste.
Interne Referenzen getrennt behandeln
Eine Käuferreferenz dient der internen Weiterleitung oder kaufmännischen Zuordnung. Bei deutschen öffentlichen Kunden kann nach deren Vorgaben eine Leitweg-ID erforderlich sein. Dadurch wird sie jedoch nicht automatisch zur Peppol-Adresse für beliebige Kennungsfelder. Auch eine Bestellreferenz gehört in das für Bestellungen vorgesehene Feld.
Lokale Prüfung und tatsächlicher Empfang
Ein Validator erkennt ein fehlendes Schema oder bestimmte Formatfehler. Er beweist nicht, dass die Adresse für den benötigten Dokumenttyp registriert ist. Lassen Sie Registrierung und Empfangsmöglichkeiten vom Anbieter bestätigen und testen Sie den Austausch mit dem tatsächlichen Kunden. Bewahren Sie diese Bestätigung mit der eingesetzten Konfiguration auf. So lässt sich ein späterer Zustellfehler untersuchen, ohne Identifikatoren auf Verdacht zu verändern.
Den eigenen Fall nachvollziehbar prüfen
Arbeiten Sie zunächst mit einer Kopie und bewahren Sie das unveränderte Original auf. Notieren Sie das erwartete Ergebnis, die tatsächlich ausgeführte Aktion und die verwendete Version des Programms. Vergleichen Sie anschließend Dokumentnummer, Parteien, Währung und Beträge mit Ihrer Ausgangsrechnung. Lassen Sie ein abweichendes Ergebnis fachlich klären, bevor Sie es weiterverwenden. Bei einem Fehler hilft ein kleines anonymisiertes Beispiel mehr als das unkontrollierte Versenden vollständiger Kundendaten. Wiederholen Sie den Test nach einer Änderung am Export und prüfen Sie auch den Empfang beim tatsächlichen Geschäftspartner.
Quellen und nächste Schritte
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Keine Rechtsberatung. Termine und Pflichten folgen den im Text genannten amtlichen Veröffentlichungen; wo ein Termin nicht endgültig ist, sagt der Text es.