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BR-DE – XRechnung

BR-DE-25-b: Lastschrift mit Konto- oder Kartendaten kombiniert

FehlerGeschäftsregel XRechnung (KoSIT)

Offizielle Meldung

[BR-DE-25-b] Wenn BT-81 "Payment means type code" einen Schlüssel für Lastschriften enthält (59), dürfen BG-17 und BG-18 nicht übermittelt werden.

Quelle: KoSIT XRechnung, Version 3.0.2 (Schematron 2.6.0)

Was die Meldung bedeutet

Ihre Rechnung sieht eine Lastschrift vor (Code 59) und führt zugleich Daten anderer Zahlungswege: das Empfängerkonto für eine Überweisung oder Kartenangaben. XRechnung erlaubt in einer Zahlungsangabe nur die Daten, die zum angegebenen Weg gehören. Häufigste Ursache ist die Bankverbindung des Verkäufers, die aus Gewohnheit in jede Rechnung geschrieben wird, auch wenn der Betrag per Lastschrift eingezogen wird und niemand überweisen soll.

Häufige Ursachen

  • Die Bankverbindung des Verkäufers wird bei jeder Rechnung ausgegeben, auch bei Lastschrift.
  • Kartendaten aus einer früheren Zahlung blieben in der Zahlungsangabe stehen.
  • Zwei Zahlungswege wurden in einem Block statt in zwei zusammengefasst.

So beheben Sie den Fehler

Entfernen Sie bei Code 59 die Gruppen BG-17 und BG-18: in UBL cac:PayeeFinancialAccount und cac:CardAccount im selben cac:PaymentMeans, in CII das Gläubigerkonto, das Kreditinstitut und die Kartenangaben. Behalten Sie nur das Mandat mit dem belasteten Konto.

Vorher – fehlerhaft
<cac:PaymentMeans>
  <cbc:PaymentMeansCode>59</cbc:PaymentMeansCode>
  <cac:PayeeFinancialAccount>
    <cbc:ID>DE02120300000000202051</cbc:ID>
  </cac:PayeeFinancialAccount>
  <cac:PaymentMandate>
    <cbc:ID>MANDAT-2024-0031</cbc:ID>
    <cac:PayerFinancialAccount>
      <cbc:ID>DE75512108001245126199</cbc:ID>
    </cac:PayerFinancialAccount>
  </cac:PaymentMandate>
</cac:PaymentMeans>
Nachher – korrigiert
<cac:PaymentMeans>
  <cbc:PaymentMeansCode>59</cbc:PaymentMeansCode>
  <cac:PaymentMandate>
    <cbc:ID>MANDAT-2024-0031</cbc:ID>
    <cac:PayerFinancialAccount>
      <cbc:ID>DE75512108001245126199</cbc:ID>
    </cac:PayerFinancialAccount>
  </cac:PaymentMandate>
</cac:PaymentMeans>

Häufige Fragen

Der Kunde soll wahlweise überweisen dürfen, wie geht das?

Mit einer zweiten Zahlungsangabe: eine mit Code 59 und Mandat, eine mit Code 58 und Ihrem Konto. Jede Angabe trägt nur ihre eigenen Daten.

Warum gibt es die Regel überhaupt, wenn die Daten harmlos sind?

Weil die empfangende Software den Zahlungsweg automatisch verarbeitet. Widersprüchliche Daten in einem Block führen zu falschen Zahlungen oder zu manueller Nacharbeit.

Betroffene Felder

  • BT-81
  • BG-17
  • BG-18
  • BG-19

Verwandte Regeln

Rechnung prüfen

Der XRechnung-Validator meldet diese Regel mit Zeilennummer und Fundstelle – direkt in Ihrem Browser, ohne Upload.

Zum XRechnung-Validator

Technische Details
UBL · Kontext (XPath)
/ubl:Invoice/cac:PaymentMeans[normalize-space(cbc:PaymentMeansCode) = '59'] | /cn:CreditNote/cac:PaymentMeans[normalize-space(cbc:PaymentMeansCode) = '59']
UBL · Schematron-Test
not(cac:PayeeFinancialAccount) and not(cac:CardAccount)
CII · Kontext (XPath)
/rsm:CrossIndustryInvoice/rsm:SupplyChainTradeTransaction/ram:ApplicableHeaderTradeSettlement/ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans[normalize-space(ram:TypeCode) = '59']
CII · Schematron-Test
not(ram:PayeePartyCreditorFinancialAccount) and not(ram:PayeeSpecifiedCreditorFinancialInstitution) and not(ram:PayerSpecifiedDebtorFinancialInstitution) and not(ram:ApplicableTradeSettlementFinancialCard)

Erklärung erstellt am 14.09.2026